Der älteste Mitarbeiter geht mit 71 Jahren in Pension

Paul Hasenfratz ist der Älteste bei Löwenfels. Jetzt ist nach fast 30 Jahren bei Löwenfels Arbeitsschluss. Vor ein paar Jahren wurde Paul Hasenfratz pensioniert. Für ihn war es eine Freude für Löwenfels weiter zu arbeiten, sein Wissen der jüngeren Generation weiter zu geben.  Als einer der ersten Mitarbeitenden der Löwenfels Partner AG prägte er das Unternehmen in der Art und Weise, wie sich Löwenfels heute präsentiert: der Kunde kommt an erster Stelle.

In 30 Jahren ändert sich einiges. Was sich in dieser Zeit bei Löwenfels aber nicht geändert hat, ist der Informationsaustausch. Und zwar so, dass es für jeden verständlich ist. Zudem erhält der Kunde zu jedem Zeitpunkt Transparenz über den Projektfortschritt und die erzielten Ergebnisse. Wir wollen wissen, was es für Löwenfels bedeutet, den ältesten Mitarbeitenden gehen zu lassen.

Paul Hasenfratz hat mit seinem Wissen Löwenfels geprägt. Was wurde unternommen, um sein Wissen zu verankern und nicht zu verlieren?

Oliver Meyer, CEO Löwenfels: Die eingeleiteten Aktivitäten haben sehr viel Energie und Zeit in Anspruch genommen. Ging es doch darum, einen der letzten «Ur-Löpianer» nachhaltig zu ersetzen. Wir konzentrierten uns somit auf drei Stossrichtungen:

  • Erstens galt es Paul Hasenfratz in einzelnen Gremien der Sozialversicherungswelt mit glaubwürdigen und kompetenten Nachfolgern zu ersetzen. Dies gelang uns mit engagierten jungen Mitarbeitenden, die bereit waren, die entsprechende Verantwortung zu übernehmen. Der Prozess ist schon seit einiger Zeit abgeschlossen.
  • Zum Zweiten mussten wir Paul’s über 40-jähriges AHV-Fach-Know-how bei Löwenfels erhalten. Auch hier können wir auf junge Mitarbeitende zählen: einerseits sind sie bestens qualifiziert und andererseits haben sie das langjährige Wissen von ihm übernommen. Dieser Wissenstransfer wurde während einigen Monaten vollzogen.
  • Drittens war es wichtig die Schnittstellenfunktion zu unseren Kunden und Endbenutzern wieder belastbar zu gestalten. Auch das ist uns mit verschiedenen sogenannten Product Owners gelungen.

Bei Löwenfels steht Teamarbeit resp. die gute Zusammenarbeit mit dem Kunden sehr hoch. Was braucht es dazu?

Oliver Meyer: Die Art und Weise unserer Organisationsform ist bedingt durch die Kundenherausforderungen. Wir stellen die Entwicklung und den Support von kritischen Applikationen für verschiedenste Kunden sicher. Da ist es notwendig, dass ein Thema kompetent vertreten wird. Der Betrieb wird aufrechterhalten, egal ob eine Person krank oder in den Ferien ist.

Deshalb haben wir vor über 10 Jahren begonnen, unsere Organisation so redundant wie möglich aufzubauen. Hohe Qualitätsansprüche, bei dem was wir tun, stehen hier besonders im Vordergrund. Dadurch sind wir nicht nur in der Lage, Abgänge von Personal zu verkraften, sondern auch die Organisation zu skalieren, wenn es erforderlich ist.

Das ist ein ganz zentraler Erfolgsfaktor. Vor allem weil in der heutigen Welt keiner mehr langfristig denken und planen will. Unsere agile Arbeitsweise, die wir ständig weiterentwickeln, ist der Schlüssel dazu.

Ein wertvoller Mitarbeiter geht, sind denn die Jungen bereit?

Oliver Meyer: Die Antwort lautet ganz klar ja. Nicht nur weil die Löwenfels-Mitarbeitenden ein sehr hohes Mass an Professionalität und Engagement aufweisen. Zentral bei diesem Prozess war, dass der «Alte Fuchs» Paul mit viel Geduld sein Wissen an die Nachfolger weitergegeben hat. Dank diesem Transformationsprozess sind wir heute personell viel breiter abgestützt als früher.

Ich denke, in Summe können wir sagen: fachlich sind wir bereit ohne Paul in die Zukunft zu gehen. Emotional wird aber sicher eine Lücke entstehen, wenn der Stuhl von Paul plötzlich nicht mehr besetzt ist.

Noch ein Schlusswort zu Paul Hasenfratz?

Oliver Meyer: Ich möchte hier nicht den Versuch wagen, die Leistungen, die Paul Hasenfratz in rund 30 Jahren für Löwenfels erbracht hat, in einem Schlusswort zusammenzufassen. Wenn einer das Recht beanspruchen kann, zu sagen «Ich habe die Löwenfels nachhaltig geprägt», dann ist es sicher Paul.

Und, dass er 6 Jahre über seine Pensionierung hinaus bei uns gearbeitet hat und dabei stets ein Key Player war, sagt eigentlich alles.

Siehe auch Beitrag: Der Dienstjüngste und der Dienstälteste im Gespräch

2019-02-28T14:32:53+00:00