Kantonsarbeitsgruppe – Gemeinsame Weiterentwicklung für eine effiziente Spitalvergütung

Die Kantonsarbeitsgruppe als Fachgremium

Die Kantonsarbeitsgruppe setzt sich aus allen Kantonen zusammen, welche die von uns entwickelte Software eREKO Spital einsetzen. Diese Softwarelösung dient der Vergütung stationärer Leistungen von Spitälern, also dem Kantonsanteil.

Der Ursprung liegt im Jahr 2011 beim Auftrag des Kantons Luzern. Der Kanton suchte eine Softwarelösung, um stationäre Spitalrechnungen effizient zu prüfen. Seit 2012 ist eREKO erfolgreich im Einsatz.

Mit dem Beitritt weiterer Kantone wuchs die Gruppe. So entstand die Kantonsarbeitsgruppe als Gremium für gemeinsame Weiterentwicklung und kooperative Abstimmung.

Das Gremium trifft sich regelmässig. Typischerweise findet einmal ein Austausch vor Ort in Luzern in den Räumlichkeiten von Löwenfels statt und das nächste Mal ein Online-Treffen via Teams. Dort werden Verbesserungen geplant und neue Anforderungen eingebracht. Zudem diskutieren die Teilnehmenden fachliche Themen aus dem Umfeld des Gesundheitswesen. Jeder Kanton verfügt über eine Stimme.

Die Softwarelösung eREKO Spital in der Praxis

Mit eREKO Spital prüfen und vergüten die teilnehmenden Kantone heute jährlich tausende stationärer Spitalrechnungen. Ziel der Einführung war es, insbesondere seit SwissDRG, die Vergütung zuverlässig, transparent und effizient abzuwickeln. eREKO Spital automatisiert die komplexen Prüfprozesse und standardisiert die Vergütung stationärer Leistungen. Dadurch sinkt der administrative Aufwand spürbar. Die Kantone gewinnen Zeit und können sich auf fachlich relevante Aufgaben konzentrieren.

Die Software ist auf kantonale Bedürfnisse ausgerichtet. Gleichzeitig ermöglicht sie Weiterentwicklungen, die von allen Kantonen genutzt und getragen werden können.

Unsere Rolle

Seit Beginn begleitet Löwenfels die Arbeitsgruppe als Softwarepartner. Mit dem Wachstum der Gruppe übernahmen wir zusätzlich das Management der Releases und die Koordination. Unsere Aufgaben umfassen:

  • Sammlung und Strukturierung aller Änderungsvorschläge
  • Planung von zwei bis drei gemeinsamen Releases pro Jahr
  • Präsentation der Releaseplanung im Gremium
  • Unterstützung bei Priorisierung und Abstimmung zwischen Kantonen
  • Effiziente Ressourcenplanung in der Entwicklung
  • Lieferung der Releases zum vereinbarten Termin

Durch diese koordinierte Vorgehensweise erhält jeder beteiligte Kanton eine transparente, nachvollziehbare und planbare Weiterentwicklung.

Zusammenarbeit und Finanzierung

Wenn mehrere Kantone von einer neuen Funktion profitieren, finanzieren sie diese gemeinsam. Falls ein Kanton ein spezifisches Bedürfnis hat, kann er eine individuelle Funktion beauftragen. Löwenfels integriert beide Varianten stimmig in die Releaseplanung.

Dieses Modell ermöglicht eine langfristige und stabile Weiterentwicklung. Es sorgt für klare Entscheidungsprozesse, eine gerechte Finanzierung und eine verlässliche Software, die den Bedürfnissen aller Kantone entspricht.

Der Mehrwert für die Kantone

Die Kantonsarbeitsgruppe zeigt, wie eine nachhaltige und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Behörden und Softwarepartner aussehen kann.

Löwenfels bringt technisches Fachwissen, Koordination und einen starken Fokus auf Qualität ein. Die Kantone steuern ihr Fachwissen und ihre Praxiserfahrung bei. Aus dieser Zusammenarbeit entsteht eine stabile Lösung, die seit über zehn Jahren die Vergütung stationärer Leistungen unterstützt und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Die Kantone profitieren von:

  • Effizienten und automatisierten Prüf- und Vergütungsprozessen
  • Transparenter und nachvollziehbarer Abrechnung zwischen Spitälern und Kantonen
  • Gerechter gemeinsamer Finanzierung und einem gemeinschaftlichen Weiterentwicklungsmodell
  • Planbarer und verlässlicher Software mit regelmässigen Releases
  • Entlastung der Mitarbeitenden von administrativen Aufgaben, damit mehr Zeit für fachlich relevante Tätigkeiten bleibt

Kundenstimmen aus der Kantonsarbeitsgruppe

Eva Spieler – Leiterin Gesundheitsversorgung, Dienststelle Gesundheit und Sport Kanton Luzern

«Per Anfang 2012 sahen sich die Kantone infolge der Revision der Spitalfinanzierung und der Einführung des Fallpauschalenkatalogs DRG mit einer Vervielfachung des zu prüfenden Rechnungsvolumens konfrontiert, im Fall des Kantons Luzern um Faktor 30. Dieses hohe Rechnungsvolumen wäre manuell und in Papierform niemals zu kontrollieren gewesen, und auf eine reine Stichprobenprüfung konnten und wollten wir uns wegen des hohen Risikos nicht erkannter Rechnungsduplikate nicht verlassen.»


Laura Siffert – Fachverantwortliche eREKO Spital – Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern, Gesundheitsamt, Abteilung Finanzen

«Schon beim Referenzbesuch fühlten wir uns gut aufgehoben. Wir schätzen insbesondere auch die kantonsübergreifende konstruktive Zusammenarbeit in der Kantonsarbeitsgruppe sehr.»


Isabelle Muff – Fachspezialistin Gesundheitsamt / Sicherheits- und Sozialdepartement – Kanton Obwalden

„Bei der Einführung von eREKO Spital profitierte der Kanton Obwalden massgeblich von etablierten Standards. Da wir die identische Systemlandschaft wie der Kanton Nidwalden nutzen, konnten wir bereits bei der Einführung enorme Synergien nutzen. Dies schont unsere internen Ressourcen nachhaltig, minimiert Projektrisiken und ermöglicht uns auch heute bei Systemerweiterungen eine äusserst effiziente Umsetzung.» 


Patrik Zgraggen – Fachperson Spitäler und Krankenversicherung / Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion / Amt für Gesundheit – Kanton Uri

«Sehr schätze ich in der Kantonsarbeitsgruppe von eREKO Spital auch, dass wir Kantonsvertreter uns miteinander über spannende Use Cases und Sonderfälle austauschen können.»


Michèle Baumgartner – Leiterin Rechnungsprüfung und Rechnungswesen DDI – Departement des Innern / Gesundheitsamt / Zentrale Dienste – Kanton Solothurn

«Durch den Austausch mit anderen Kantonen, die das gleiche System nutzen, können die Prüfmechanismen regelmässig diskutiert, präzisiert und optimiert werden. Dank der Automatisierung der Rechnungsprüfung können zehntausende Rechnungen mit wenig personellen Ressourcen bewältigt werden.»


Cornelia Fischer – Abteilungsleiterin – Gesundheitsdirektion/ Amt für Gesundheit / Finanzierung, Qualität, Pflege – Kanton Zug

«Wir schätzen die Zusammenarbeit mit den anderen Kantonsvertretern sehr. Der fachliche Austausch der Kantonsarbeitsgruppe, die Besprechung von Sonderfällen und Use Case ist interessant und hilfreich.»


Christine Huber – Leiterin Spitalversorgung & Entwicklung / Departement Gesundheit und Soziales – Kanton Aargau

«Wir verarbeiten in der Spitalrechnungsprüfung eReko Spital über 150’000 Eingangsrechnungen pro Jahr. Dank des sehr hohen Automatisierungsgrades aller Prüfungen sowie teilweise auch automatischer Rückweisungen fehlerhafter Rechnungen können wir dieses Volumen mit einem verhältnismässig kleinen Team von Sachbearbeiterinnen und Rechnungsprüferinnen effizient bewältigen.»

Wir sind für Sie da.