Teams in Bewegung

Der Mix macht es aus. Egal auf welcher Etage eine Person arbeitet, wie alt die Person ist – Sport verbindet. Ob im Büro, zu Fuss, mit Ball oder auf Räder, bei Löwenfels läuft es rund im Team. Zusammen geht’s einfacher und es motiviert. Auch an Klausurtagungen, Workshops oder einzelnen Events. Der Kopf wird gelüftet und die Ideen sprudeln. Kreativität steigt.

Coupiert ist die Strecke in Grosswangen. Die fünfte Etappe hat es in Sich. Als Zuschauer, Nordic-Walker oder Läufer gingen einige Löwenfels Mitarbeitende an den Start der Mittwochabend Lauf-Serie Go-in6weeks im Kanton Luzern. Sechs oder 9.5 Kilometer mit rund 200 Höhenmeter auf und ab. Es geht um Ausdauer, Emotionen, Abenteuer. Nach dem Motto «geteilte Freude ist doppelte Freude» wird ein neuer Ort entdeckt, die Wege und Natur genossen. Locker Laufen, trotz bissigem Wind. Stefan Hodel, Läufer: «Als Gelegenheits- bzw. Schönwetterläufer, absolviere ich manchmal über den Mittag eine Runde um den Rotsee mit Arbeitskollegen. Als mich Thomas Kayser gefragt hat, ob wir gemeinsam an den 6weeks-Lauf gehen wollen, habe ich spontan zugesagt. Die Strecke war sehr schön. Insbesondere der Singletrail-Abschnitt durch den Wald hat Spass gemacht». Marc Grimmer, Nordic-Walker: «Als Mitglied des Leadership-Teams habe ich mich erstmals als „Stockente“ über sechs Kilometer fortbewegt. Das war ein rasanter Start in den Leadership-Workshop: ich konnte den Kopf freikriegen, mit Teammitgliedern einen Challenge annehmen und mit allen im Ziel den Erfolg geniessen. Diesen Spirit und die Erfahrung stärkt uns als Team».

Nach einem langen Bürotag sorgte dieser Event also für neue Inspiration und Bewegung. Das gemeinsam Erlebte füllte die Energiespeicher. Das kann ja heiter werden.

Tempo oder Style?

Der Aufruf als Team bei «bike to work» mit zu radeln kam im März dieses Jahres. «bike to

work» hat sich bei Löwenfels etabliert und mindestens 4 Teams à 4 Personen machen mit. Täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, im Mai und Juni. Als Challenge. Sie benutzen das Velo als Transportmittel. Doch ist das Fahrrad heute wirklich nur ein Transportmittel? In vielen europäischen Grossstädten haben die Bewohner das Fahrrad neu entdeckt. Das Fahrradfahren ist nicht nur praktisch, nein die Person sieht auch noch gut darauf aus. Das Velo wird sorgfältig gepflegt, gehegt und als Kunstobjekt zu Hause sowie auf der Strasse präsentiert. Dies zeigt sich im Streetstyle-Blog «Cycle Chic» aus Kopenhagen wunderbar. Urbanes Radfahren. Ganz ohne Helm. Der Style steht über dem Tempo. Mittlerweile wird der Blog jedoch nicht mehr aktiv genutzt. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Bilder.

Zurück zu der schweizweiten Aktion «bike to work», die von Pro Velo Schweiz zur Gesundheitsförderung in Unternehmen durchgeführt wird. Eine tolle Sache, denn der Anreiz bei «bike to work» ist die Bewegung. Radfahren soll Spass machen, es ist gut für die Psyche. Ein Lebensgefühl. Mit dem Velo auf die Nebenstrassen, den Verkehr umfahren. Keine Staus. Und die Anzahl Velofahrer steigt stetig. Bei Löwenfels ist es motivierend, die eigenen Teams zu beobachten und vielleicht ein oder zwei Kilometer mehr anzuhängen. Und die durchmischten Teams fördern auch die Gespräche. Der eine oder andere Mitarbeitende wird durchaus mal anders kennen gelernt.

Den tiefen Temperaturen getrotzt

Brrr: Schauer, Hagel, Sonne und Temperaturen um die sechs Grad am Start – das, die Wetter-Bilanz am Zürich Marathon. Für den Team-Run meldete Löwenfels Ende Januar ein vierer Team für den 28. April 2019 an. Genug Zeit um zu trainieren. Ein Team – nicht gerade viel, doch immerhin. Die Spannung stieg, als lange nicht klar war, ob das angemeldete Team überhaupt aus eigener Kraft antreten kann. Verletzungen oder Trainingsrückstand fordern die Organisation. Das Team feilschte untereinander um die Kurz-Distanzen. Wer läuft nun welche Strecke? Die Strecken sind am Tag X klar und das Team mit Ersatzläuferin komplett.

Der Start am Sonntagmorgen um 08:30 Uhr. Die Starterin Pilar: «Langsam laufen, war mein Ziel, ja nicht schnell angehen. Lieber überholen, als überholen lassen. Doch wie schwierig ist das denn? Vor allem wenn von Anfang an die Leute abgehen wie Raketen». Pilar läuft lieber Langdistanzen, aber so fast ohne Training reichen ihr die 8 Kilometer alleweil. Jedes Teammitglied lief mindestens fünf Minuten schneller, als die im Voraus angegebene Zeit. Mitverantwortlich war die Kälte. Sie beschleunigte den Lauf. Ganz speziell war der letzte Läufer unterwegs, Aleks. Er lief in Zehenschuhen, fast wie barfuss. Die Schuhe sind flach, haben flexible Sohlen, sind ohne Stützen und Dämpfung. Natural Running beugt Verletzungen des Bewegungsapparates vor und kräftigt diverse Muskelgruppen. Natürlich nur, wenn der Apparat vorgängig damit trainiert wurde. Das natürliche Laufverhalten und den direkten Bodenkontakt hat den Vorteil, dass der Läufer barfuss schneller ist. Und wie! Das Team war sage und schreibe ¼ Stunde schneller als gedacht. Gemeinsam liefen sie nach 3 Stunden 43 Minuten und ein paar zerquetschten Sekunden durch das Ziel. Die Sonne schien. Glücklich. Aber auch figufertig vom Warten, von den Wetterschwankungen und vom Laufen. Das späte Mittagessen haben sie sich verdient. «En Guete mitenand».

Abwechslung aktiviert

Bei Löwenfels wird bewegt. Es wird nicht nur im Team geradelt oder gelaufen. Kollegen fordern heraus. Zur Abwechslung. Und um das Hirn zu aktivieren und neue Ideen zu entwickeln. Im Team wird auch Tischfussball, Basketball, Karten oder mit Würfeln gespielt. Oder kurzfristig mal ein Faustballteam angezehrt – zum Beispiel am Brünig Faustballturnier.

Zusammen geht’s einfacher und nicht zu vergessen: wir arbeiten in Teams. Lernen voneinander und miteinander. Teamspirit. Konzentriert. Dann Abschalten. Und viel Lachen. Vor allem Ende Woche beim «Bier um Vier».

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2019-06-14T09:46:00+00:00