Verarbeitung von Spitalkostenbeiträgen in der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern

Kostengutsprachen digital überprüfen – Zeit und Kosten sparen.

Seit 2012 ist die Kostenbeteiligung der Kantone an stationären Hospitalisierungen reformiert worden. Die Kantone tragen inzwischen 55% der Kosten. Im Falle einer ausserkantonalen Hospitalisierung entscheiden Kostengutsprachen über die Höhe des Basisfallpreises dieser Behandlungen. Für die Beurteilung der Kostengutsprachen im Kanton Bern ist das Kantonsarztamt (KAZA) der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) zuständig.

Ob eine Kostengutsprache erteilt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. So muss zum Beispiel das Spital auf der Spitalliste des Standortkantons aufgeführt sein. Ein weiterer Faktor ist der Standorttarif des Spitals. Hier wird nur für eine Behandlung mit Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung eine Kostengutsprache zum Standorttarif des Spitals erteilt, wenn die Behandlung aus medizinischen Gründen ausserhalb des Kantons Bern erfolgen muss.

Die Spitäler reichen die Kostengutsprachegesuche beim KAZA ein.

Verbesserung der Arbeitsprozesse

Das KAZA erhält über 3’500 Gesuche pro Jahr. «Um diese Gesuche zu prüfen, brauchten wir die passende digitale Lösung. Unsere Motivation war, so rasch wie möglich die Lösung einzusetzen, um unsere Mitarbeitenden zu entlasten. Löwenfels Partner AG entwickelte dazu das Modul eKOGU (elektronische Kostengutsprache). Die Software Lösung verprobt die Kostengutsprachen nach einheitlichen Richtlinien. Sie erleichtert somit unsere Arbeitsabläufe und steigert die Qualität unserer Arbeit», ist Projektleiter Dominic Dähler begeistert. Beim KAZA wird seit Mai 2019 mit der Lösung gearbeitet.

«Das Modul eKOGU ist eine erste Verbesserung der Arbeitsprozesse. Ein weiterer Schritt ist das Modul eRV (elektronische Rechnungsverarbeitung)», ergänzt Daniel Arn, Leiter Digital Management. Die eRV Lösung von Löwenfels ist bereits bei anderen Kantonen in Betrieb. «Uns war es sehr wichtig, dass wir eine Lösung erhalten, die problemlos funktioniert und produktiv in anderen Kantonen eingesetzt wird. So haben wir die Gewährleistung, dass bei einem nächsten Schritt auch für diverse andere Prozesse ein gutes Fundament vorliegt.»

«Noch vor dem «Go-Live» der eKOGU Lösung haben wir mit der Parametrisierung des zweiten Moduls eRV gestartet. Mit diesem Modul werden in Zukunft die circa 200’000 Spitalrechnungen pro Jahr digital verarbeitet und zur Auszahlung geleitet. Damit kommen wir unserem Ziel, die Prozesse mit modernen Hilfsmitteln möglichst optimal zu unterstützen, einen grossen Schritt näher», freut sich Arn. Der Go-Live von eRV ist für den Januar 2020 geplant.

Kostengutsprachen gesetzeskonform digital geregelt

Für die rund 3‘500 Kostengutsprachen pro Jahr im ausserkantonalen Bereich nutzt die GEF aus der bewährten EASY ECM Suite das Basismodul EASY DMS sowie Archiv Smart mit rechtskonformer Archivierung von Löwenfels. Die Basismodule enthalten ein Dokumentenmanagementsystem, Workflow mit verschiedenen Prüfschritten, ein Langzeitarchiv sowie eine Anbindung zum System GERES – eine vollautomatische Überprüfung des Hauptwohnsitzes der Patienten ist somit garantiert.

Schritt für Schritt werden die Prozesse digitalisiert. «Die Lösungen sind schlank, einfach aufgebaut, zuverlässig und flexibel. Die Installation erfolgte nach unserem Bedarf. Und in kürzester Zeit konnten wir sie produktiv einsetzen. Das von Löwenfels entwickelte Modul eKOGU, basierend auf Lösungskomponenten von EASY, überzeugte uns auf Anhieb», sagt Dominic Dähler. «Die Altdaten konnten zudem einfach übernommen werden. Unsere tägliche Arbeit und die automatisierten Arbeitsabläufe bringen enorme Zeit- und somit Kosteneinsparung. Gleichzeitig konnten wir die Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den Arbeitsprozessen deutlich steigern.»

Weitere Informationen:

2019-08-27T10:42:19+01:00