Pflegefinanzierung – einfacher und automatisiert

Der Kanton Aargau hat vor längerem sowohl für die stationären Pflegeeinrichtungen als auch für die ambulanten Leistungserbringer ohne Leistungsvereinbarungen kantonale Tarifordnungen eingeführt.

Die kantonale Clearingstelle ist die zentrale Ansprechpartnerin, um den Zahlungsverkehr zwischen den beteiligten Parteien sicherzustellen. Sie übernimmt die Vorfinanzierung des Anteils der öffentlichen Hand an den Pflegekosten und verrechnet sie entsprechend an die Gemeinden weiter.

Um dies reibungslos zu bewältigen wurde Löwenfels Partner AG im Jahr 2016 mit der Implementierung der neuen Lösung «Clearingstelle Pflegefinanzierung» auf Basis der bewährten EASY ECM Suite beauftragt. Die Lösung umfasst ein Portal, ein Dokumentenmanagementsystem (DMS), Workflow mit verschiedenen Prüfschritten, ein Langzeitarchiv, sowie eine Integration in SAP für die Verrechnung.

Rechnungen automatisch prüfen

Die Leistungserbringer haben die Möglichkeit im Portal die Rechnungen elektronisch einzureichen. Die automatische Prüfung der Rechnungen überprüft die gesamten Stammdaten. Unter anderem stellt sie sicher, dass die restkostenpflichtige Gemeinde des Bewohners tatsächlich im Kanton Aargau ist. Zudem können die Leistungserbringer die Verordnungen ihrer Patienten direkt im Portal verwalten.

Mit den hinterlegten kantonalen Tarifen und vordefinierten Regeln kommen die Rechnungen direkt in den Kreditorenprozess. Die Rechnungen werden elektronisch geprüft und vorkontiert. «Für die Kostengutsprache können sich die Mitarbeitenden der Clearingstelle auf das System verlassen. Die manuelle Prüfung ist zwar noch teilweise vorhanden, wird aber auf Knopfdruck erledigt. Und die Arbeit geht schneller und ist übersichtlicher. Die Weiterverrechnung der Kosten an die Gemeinden erfolgt quartalsweise in einem hoch automatisierten Prozess», zeigt sich Björn Mohler, Sektionsleiter Langzeitversorgung, Departement Gesundheit und Soziales Kanton Aargau begeistert.

Nach geraumer Zeit der produktiven Nutzung sehen die Mitarbeitenden, wie effizient der ganze Prozess abläuft. Björn Mohler zieht positive Bilanz: «Ihnen ist es nun bewusst, welchen Mehraufwand noch vor ein paar Jahren betrieben wurde. Fehler passieren kaum noch und wenn es dazu kommt, unterstützt der Stornoprozess».

Ganz ohne Schnittstellen geht’s nicht, doch diese wurden einwandfrei gelöst. Die Dokumente sind jederzeit und ortsunabhängig abrufbar. Und Auswertungen können auch umgehend erstellt werden. Die Suche von Anträgen, Gutsprachen oder Ablehnung sind in kürzester Zeit gefunden, so dass die Mitarbeitenden schnell Auskunft geben können. Dies ist ein zentraler Vorteil der Langzeitarchivierung.

Weitere Informationen:

ECM Suite
Departement Gesundheit und Soziales Kanton Aargau

2019-04-25T16:25:14+00:00