Verkaufen in allen Disziplinen

Mit dem Thema «Die Zentralschweiz besser verkaufen! Standort – Arbeitsmarkt – Politik» fand am 4. September 2019 das 9. Zentralschweizer Wirtschaftsforum auf dem Pilatus statt. Das Networking startete bereits mit rund 50 Teilnehmenden um 6.30 Uhr mit dem Aufstieg zu Fuss auf den Pilatus-Kulm.

Das Networking –  ein wichtiger Punkt des Zentralschweizer Wirtschaftsforums – nutzten die 240 Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik bei wunderbarem Wetter. Die Fokusthemen wurden in Workshops, mit Interviews und Key Notes inhaltlich vertieft und beim Networking diskutiert. Als strategischer Partner war Löwenfels mit CEO Oliver Meyer und COO Renato a Marca de Donatz mit dabei.

Bei der Frage ‘wie die Zentralschweiz das Lobbying in Bern verstärken kann’ konnte ein Fazit gezogen werden: Überzeugende Argumente, Fakten und effiziente Informationsverarbeitung. Die weiteren interessanten Referate zu ‘Total Customer Experience’, ‘Geschicktes Verhandlungsführung beim Verkaufen’ sowie Workshops zu Standortpromotion, Arbeitsmarkt und Tourismus zeigten alle auf, dass die Emotionen eine zentrale Rolle spielen. Generell: das Gegenüber muss angesprochen, berührt, gewonnen, bewegt und gehalten werden. Zahlen und Analysen sind dabei zweitrangig.

Die Gespräche und der Austausch zwischen Unternehmer und Unternehmer aus der Politik, Wirtschaft, Medienwelt und Bildung gaben Inputs und eine differenzierte Sicht, was eine Unternehmensleitung im Arbeitsalltag alles beschäftigt.

Workshop Arbeitsmarkt: Agil gegen innen, attraktiv gegen aussen

Wie kann sich die Zentralschweiz im Kampf um Talente erfolgreich behaupten? Heute wird die Zentralschweiz als Arbeitsmarkt zur Kenntnis genommen. Die verbesserte Erreichbarkeit mit dem öffentlichen und Individualverkehr gegenüber früher hilft definitiv. Wobei die zunehmende Flexibilität bei Arbeitszeiten und –orten die Bedeutung der Verkehrsanbindung zum Arbeitsplatz relativiert. Wichtiger sind insbesondere die Unternehmenskultur und die Work-Life-Balance, die den Arbeitsmarkt attraktiv machen. Gute Weiterbildungsprogramme und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen Anreiz.

Je nach Standort und Branche stellt die Bindung und Gewinnung fähiger Mitarbeitender jedoch eher eine Herausforderung dar, egal wie gut die Erreichbarkeit ist. Deshalb sind zufriedene bestehende Mitarbeitende sehr wertvoll. Sie empfehlen neue Kolleginnen und Kollegen.

Die Erwartungen der Mitarbeitenden an das Angebot eines Unternehmens sind hoch. Als Unternehmen müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, so dass die Mitarbeitenden ihre Ideen aktiv einbringen können. Mitarbeitende fordern zudem nach mehr Mitbestimmung. Sie möchten flexible Arbeitszeit- und Arbeitsortoptionen, wie z.B. Homeoffice.

Der schnelle technologische Fortschritt verlangt nach Fachkräften. Technologische und Sozial Kompetenzen sind gefragt. Leute, die im Team zusammenarbeiten können. Keine Einzelgänger. Leute, die Fähigkeiten haben, die nicht durch Roboter ersetzt werden können. So wird auch das betreuen von Kunden immer komplexer.

Sorge bereitet vor allem die Besetzung von Lehrstellen. Die Attraktivität einzelner Berufsbilder sinkt. Wenn möglich wird eher auf einen akademischen Weg gesetzt. Deshalb ist es wichtig die Zusammenarbeit mit Berufsbildungsämtern und Verbänden anzustreben. Ein Beispiel der Pilatus Flugzeugwerke AG zeigt auf, wie die Lernenden aus der ganzen Schweiz sich selbständig organisieren – als Verein. Sie erhalten innerhalb des Unternehmens eigene Aufgaben und Zuständigkeiten. Sie werden fachlich und persönlich betreut und in die Personalentwicklung eingebunden. Aktiv wird die Karriere aufgebaut und geplant.

Das Zentralschweizer Wirtschaftsforum gibt der Geschäftsleitung von Löwenfels sehr viele Anregungen. Deshalb ist es für sie wichtig, diese Zeit zu investieren, um sich branchen- und unternehmensübergreifend auszutauschen und weiterzubilden.

Weitere Informationen: IHZ-Spezial-Review

2019-09-19T15:45:08+02:00