Bot in Fahrt – Häck Night #10 – die Jubiläumsausgabe

Die 10. Ausgabe der Häck Night fand am 8. November 2018 statt. Ergänzt mit ehemaligen Mitarbeitenden (sogenannte Alumnis) nahmen rund 65 Personen nach der offiziellen Arbeit am traditionellen Team-Event teil. Im Vordergrund stand gemeinsames Entwickeln, Knobeln und eine grosse Portion Spass.

Für die Organisatoren hiess es bereits am Morgen die Räumlichkeiten, Speisen und Getränke vorbereiten. Tische und Stühle raus, Tische und Stühle rein. Der Platz soll gut genutzt sein um alle Kollegen zu empfangen. Auf der Terrasse heizte unser BBQ-Schweizermeister und Organisator Patrick Haldimann die «Smoker Grill Räucheröfen» ein und legte danach die bereits marinierten, grossen Fleisch-Stücke (Braten) in die Öfen. Für ganze 8 Stunden bei 150 Grad.

Um 16 Uhr versammelten sich alle Mitarbeitenden in der Cafeteria und im grossen Sitzungszimmer Luzern. Ein kleines Apéro mit ersten Grill-Snacks und Getränken durften empfangen werden und David Rohrer eröffnete mit einer Vorstellungsrunde der Alumnis die «Häck Night #10». Er übergab kurz das Wort an CEO Oliver Meyer und erklärte danach den Ablauf der Häck Night.

Bewältigung der Aufgabe

Jedes Team erhielt eine Tasche mit passenden «Hoodies» zum Anziehen – ausgestattet mit einem Häck Night Logo in der entsprechenden Team-Farbe. Und natürlich befanden sich in der Tasche jegliche Utensilien um die Aufgabe zu bewältigen: Ziel war ein balancierender, steuerbarer mit Sound ausgestatteter Bot. Aber das war noch nicht alles.

Ausgerüstet mit Tasche, Anleitung, eigenen Laptops, Speis und Trank bewegten sich die Teams in verschiedene Räumlichkeiten. Verteilt auf zwei Etagen waren die Teilnehmenden mit «Hilfe»-Chats mit den Organisatoren verbunden. Die Auslegeordnung konnte gestartet werden: Gehäuse, Powerbank, Räder, diverse Kabel, Breadboard, Motoren und vieles mehr.

Was bisher geschah…

Die Organisatoren, ganz euphorisch, hatten die Idee: „Motoren selber bauen und das Gehäuse mit einem 3D-Drucker herausgeben“. Christian Petry, unser 3D-Spezialist startete somit im Dezember 2017 mit ersten Experimenten. Fazit: „die Motoren hatten zu wenig Leistung und wurden so warm, dass die gedruckten Teile schmolzen. Dazu muss noch gesagt werden, dass nach 80 Stunden Druckzeit des Prototypen, der Drucker kurz mal eine Pause einlegte“. Die erste Reparatur war angesagt.

Weitere Tests folgten … Der Selbstbau der Motoren erwies sich als problematisch und somit ersetzten sie diese mit gekauften Schrittmotoren. Der Motortreiber wurde gewechselt, die Spannung reduziert, das trieb auch zu Überlegungen für die Akkus voran. Nach jeglichen Tests und wegen der Instabilität der Bots überdachten sie das Design neu. Sie zeichneten Entwürfe mit einem professionellem CAD Tool. Sie analysierten, verwarfen sie und prüften die Stabilität – nicht nur ein, zwei Mal. Der Materialbedarf musste reduziert, Kosten gesenkt werden. Nach rund sechs Monaten zeigte sich: Die maximale Belastbarkeit von Powerbank und Breadboard von etwa 25kg verbiegen die Motorwellen, bevor das Gehäuse bricht. Der benutzte Kunststoff ist übrigens aus Mais hergestellt und grundsätzlich kompostierbar aber dadurch auch nicht UV fest.

Sommerferien in Sicht

Vor den Sommerferien konnten endlich drei Bausätze bereitgestellt, die verschiedenen Module zusammengesetzt und via Bluetooth zum Laufen gebracht werden. Ganz so einfach wie hier beschrieben war es dann doch nicht. Mehrere Module sind durch elektrischen oder mechanischen Stress zerstört worden. Na ja.

Während andere Sommerferien genossen, arbeiteten die Organisatoren an der Software und am Bluetooth Modul, was die Fernsteuerung via Konsole möglich machte. Der Spassfaktor erhöhte sich dank einem neuen Smartphone. Analysen in Superzeitlupe waren jetzt möglich und weitere Optimierungen konnten veranlasst werden.

24/7 Massenproduktion

Pro Bot läuft der Drucker rund 2 Tage um alle Bauteile zu drucken – vorausgesetzt, es läuft nichts schief. Vier Tage vor der Häck Night: geschafft. Die Teile sind bereit. Und die Programmierung? Keine 24 Stunden vor der Häck Night wurde die initiale Programmierung der Prozessoren und das Laden der USB Sticks erledigt. Etwas Nervenkitzel braucht so eine Organisation halt schon.

8. November 2018 – Häck Night X – die Challenge

Es wurde gebaut, programmiert, getestet, gestürzt, verbessert, gekleidet, frisiert, dekoriert. Aber zwischendurch wurde auch genossen. Speis und Trank. Pulled Pork oder Vegiburger mit verschiedenen Salaten, Baked Potatoes, verschiedenen Saucen und zuletzt noch eine gesponserte Torte als krönenden kulinarischen Abschluss. Während die Teilnehmenden sich stärken konnten, mussten die Organisatoren ganz schön schwitzen. Wie sich herausstellte, konnten die Bots nämlich über Bluetooth nicht programmiert werden – beim Aufspielen der initialen Software wurde versehentlich der Bootloader entfernt. Mit Hochdruck programmierten sie die Prozessoren seriell neu, so dass die Teams nach dem Abendessen ihre Programmanpassungen endlich austesten konnten. Ein Blocker-IR in letzter Minute – eine Stärke der Löwenfels.

Gestärkt begaben sich die Teams an die individuellen Challenges. Es galt den Kopf-Motor der zusammengebauten Bots anzusteuern, rotieren zu lassen und eigens komponierte Musik, im guten alten 8-Bit-Stil, abzuspielen. Auch musste die Geschwindigkeit der Bots optimiert werden, um die spannenden 5-Meter-Rennen zu fahren. Und die Steuerung sollte noch via Smartphone funktionieren. Zusätzlich hat wirklich jedes Team sehr viel Wert auf ein kreatives und spektakuläres Äusseres gelegt. Die Bots wurden mit viel Liebe zum Detail frisiert und verziert – die Organisatoren waren begeistert, und es wurden fleissig Style Punkte vergeben.

Schlussspurt

Während die Häcker noch am Feinschliff der Programmierung waren, haben ihre Teamkollegen gemeinsam einen grossen Parcours aufgestellt, der dann von jeweils fünf Bots gleichzeitig absolviert werden musste. Die einen Bots balancierten elegant um sämtliche Hindernisse, die anderen hatten etwas mehr Mühe. Doch es gab ein spannendes Kopf-an-Kopf Rennen mit gewagten Überholmanöver. Erstaunlicherweise sind tatsächlich (fast) alle Bots über die Ziellinie gelangt. Und dies nach einem letzten Spurt über die grosse Rampe.

Die Spannung und Begeisterung war phänomenal. Das Grande Finale jedoch war der „Sudden Death“, bei dem das Spielfeld nach und nach verkleinert wurde, Bot um Bot ausschied und nur der letzte stehende Bot als Sieger die Punkte einheimste. Aufgrund Punktegleichstand traten am Schluss die zwei besten Bots zum Direktduell gegeneinander. Das Team Magenta sicherte sich dabei den ersten Rang. Bravo! Geehrt wurden sie mit einer Flasche Weisswein und natürlich unsterblichem Ruhm.

Video Challenge 2018

2018-11-23T08:43:12+00:00