Gratulation zu deiner erfolgreichen Bachelorarbeit

Matthias hat seine Wissenslücke im Bereich der Personalentwicklung mit seiner Bachelorarbeit mit Bravur abgeschlossen.

Geschafft. Nach vier Jahren hat Matthias Rudin seine Bachelorarbeit zum Thema «Methoden und Möglichkeiten der Personalentwicklung in einem agilen Softwareunternehmen, welches nach dem Spotify-Framework arbeitet» mit Bravur abgeschlossen. Was er dabei empfunden hat und wie es im Jahr 2022 weitergeht, erzählt uns Matthias an seinem Arbeitsplatz.

«Herzliche Gratulation zu deinem erfolgreichen Bachelorabschluss. Das ganze Löwenfels-Team ist sehr stolz auf dich!»

Berufsbegleitend hast du nun vier Jahre ein Bachelorstudium in Informatik an der IU Internationale Hochschule in Deutschland absolviert. Deine Bachelorarbeit hast du mit einer super Note abgeschlossen. Was hat dich angetrieben?

Als ich vor vier Jahren mit dem Studium angefangen habe, war ich noch als Projektleiter in einem Maschinenbauunternehmen tätig. Damals habe ich in der Freizeit diverse Webseiten programmiert und konnte meine Programmierfähigkeiten im Unternehmen verwenden, um Prozesse und Abläufe effizienter zu gestalten. Da habe ich beispielsweise einen Generator für 3D-Modelle entwickelt, welcher die Modelle und dazugehörigen Teile automatisch generiert und somit die Zeit für das Erstellen von Zeichnungen deutlich verkürzt hat. Das Ganze hat mich fasziniert, da ich mithilfe der Programmierung meine eigene Arbeit vereinfachen konnte. Aus diesem Grund habe ich mich für ein Informatikstudium entschieden, um ein tiefer gehendes Verständnis und Wissen aufzubauen. 2019 habe ich dann als Junior Softwareentwickler bei der Löwenfels angefangen und konnte mein Hobby zum Beruf machen.

Das Thema deiner Bachelorarbeit «Methoden und Möglichkeiten der Personalentwicklung in einem agilen Softwareunternehmen, welches nach dem Spotify-Framework arbeitet» ist für ein Informatikstudium eher befremdlich, was war die Idee dahinter?

In meiner Rolle als Chapter Lead habe ich erkannt, dass ich selbst ein Wissensdefizit im Bereich der Personalentwicklung habe – ich wusste schlichtweg nicht, welche Möglichkeiten es in diesem Bereich gibt. Ausserdem hat mich die alltägliche Arbeit in einem agilen Unternehmen beeindruckt, sodass ich beide Themen kombinieren konnte und somit meine Wissenslücke mit der Bachelorarbeit schliessen konnte.

Was für ein Gefühl wirkt auf dich ein, nach deinem super Abschluss?

Zum Gefühl nach dem Abschluss kann ich nicht viel sagen, da ich bereits seit Arbeitsbeginn bei der Löwenfels durch meine Kollegen als Softwareentwickler angesehen und akzeptiert wurde. Der Bachelorabschluss war daher eher ein schönes Zückerli, aber grundsätzlich nichts, mit dem ich mich mehr als Softwareentwickler fühlen oder identifizieren kann. Bedeutsamer ist für mich die Wertschätzung meiner Arbeitskollegen.

Wie hast du Studium, Arbeit und Privatleben unter einen Hut gebracht?

Mehrere Sachen unter einen Hut zu bringen verlangt nach einem erfolgreichen Zeitmanagement – das musste ich anfangs auf die harte Tour lernen: Weder meine Noten im Studium, noch mein Beruf oder Privatleben waren am Anfang des Studiums zufriedenstellend. Nach einer längeren Zeit des Ausprobierens bin ich bei zwei Zeitmanagementmethoden hängen geblieben, welche für mich gepasst haben: “Eat the Frog” und “keine Work-Life Balance”.

Bei “Eat the Frog” geht es darum, die Tätigkeiten und Aufgaben, welche persönlich am unangenehmsten und schwierig sind, am Anfang des Tages zu erledigen. So habe ich mich dazu gerungen, früh aufzustehen und zuerst für das Studium zu lernen. Anschliessend bin ich Vollzeit arbeiten gegangen und habe das Privatleben auf ein Minimum reduziert. Daher gab es in der Studienzeit bewusst keine Work-Life Balance, sondern Studium und Arbeit wurden priorisiert. Ich habe mir daher während der Studienzeit kleinere Auszeiten genommen (2 – 3 Wochen), um den Fokus vollständig auf die Freizeit zu legen – abseits von Studium und Arbeit. Das hat mir sehr geholfen und so konnte ich die drei Lebensbereiche in Einklang bringen.

Wie hat dich Löwenfels während deines Studiums unterstützt?

Da ich einen grossen Teil meines Studiums neben dem Beruf durchgeführt habe, konnte ich bei einigen Kursen auf die Unterstützung von meinen Arbeitskollegen zählen. Auch die Feedbacks von den Codereviews waren für mich eine sehr grosse Hilfe, welche beim Entwickeln von Projektarbeiten in der Gruppe sehr gerne gesehen wurden. Da wir bei der Löwenfels das Hauptaugenmerk u.a. auf Clean Code legen, konnten auch meine Studiumskollegen:innen davon profitieren.

Während dem Studium konnte ich meine Arbeitszeiten praktisch frei festlegen, sodass ich am Morgen gute zwei Stunden fürs Studium reservieren durfte. Durch meinen kurzen Arbeitsweg war ich anschliessend sehr schnell am Maihof, um am Sprint mitzuarbeiten. Besonders im Sommer 2021, während der Erstellung meiner Bachelorarbeit, habe ich vom Homeoffice profitiert. Die 25 Minuten pro Arbeitsweg habe ich eingespart, die verwendete ich für Interviews und Schreibarbeiten.

Nebst dem Bachelorstudium hast du noch ein dreimonatiger Praxislehrgang als «Agile Coach» absolviert. Weshalb hast du dich für diesen Lehrgang entschieden?

Im ECM-Squad (Team) habe ich u.a. die Rolle des Scrum Masters. Die Rolle gefällt mir, da sie mir die Möglichkeit gibt, am System zu arbeiten und somit das System effektiver und effizienter zu gestalten. Als «Agile Coach» wird nicht nur das Squad und seine Abhängigkeiten als “bearbeitbares System” angesehen, sondern es wird das gesamte Unternehmen betrachtet. Dieser Blick über den Tellerrand gefällt mir, da gefühlt die meisten Impediments von aussen kommen. Der Praxislehrgang half mir daher, meinen Horizont zu erweitern, um die ganzen Dynamiken rund um ein Squad oder Tribe besser verstehen zu können. Während dem Lehrgang habe ich nicht nur eine Menge neuer Tools kennengelernt, sondern konnte mich auch mit den anderen Teilnehmenden austauschen, die nicht aus der IT-Branche kommen und  andere Sichtweisen einbrachten.

Was steht bei dir als nächstes an, geniesst du deine Freizeit, oder überlegst du bereits, in welches Studium du deine Zeit investierst?

Als Ausgleich zum absolvierten Studium lege ich aktuell den Fokus auf meine Freizeit, d.h. viel Lesen sowie auch Sport machen (bspw. Skifahren). Die Arbeit ist demzufolge auf dem zweiten Platz. Ab September werde ich wahrscheinlich ein Masterstudium im Bereich BWL anfangen, da ich dieses Wissen sicherlich in meiner neuen Rolle als Tribe Lead verwenden kann. Da wird sich der Fokus sicherlich wieder verschieben.

Wir danken Matthias Rudin für das interessante Gespräch. So wie es aussieht, gehören bei Löwenfels Unterstützung bei Weiterbildung, Teamarbeit und Wertschätzung zur Kultur. Du bist begeistert? Wir suchen Talente, die engagiert sind.